Neue SUbstanz Frühling 2011

cover subi 211x300 Neue SUbstanz Frühling 2011Die neue SUbstanz ist da! Die aktuelle Frühlingsausgabe des Mitgliedermagazins der Schüler Union Niedersachsen informiert wieder aktuell und kompetent über die interne Arbeit der SU, schulpolitische Themen und sie gibt Tipps und Tricks für die Arbeit der Schülervertretungen. Printexemplare der SUbstanz werden an Schülervertretungen des ganzen Landes gesandt und den Kreisverbänden der Schüler Union zur Verfügung gestellt. Weitere Ausgaben können wie gewohnt über die Landesgeschäftsstelle bezogen werden.
Du hast Lust an der nächsten SUbstanz mitzuwirken? Dann melde dich bei uns unter substanz@su-niedersachsen.de!

Zur Substanz…

Schüler Union begrüßt Vorstoß von Kultusministern

bf4edbbb6e Schüler Union begrüßt Vorstoß von Kultusministern"Eine bessere Vergleichbarkeit untereinander", das war die entscheidende Prämisse die die unionsgeführten Kultusminister zu ihrem Vorstoß geführt haben soll: Von den südlichen Bundesländern initiiert haben die Kultusminister auf ihrer Klausurtagung in Hamburg die Idee eines "bundesweiten Aufgabenpools" zum Abitur hervorgebracht. Die Teils recht unterschiedlichen Niveaus der einzelnen Abiturs der Länder sollen somit ein Stück weit angeglichen und die Vergleichbarkeit untereinander sichergestellt werden.

Der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Jonas Soluk, erklärt dazu: "Als Schüler Union begrüßen wir die Idee einer besseren Vergleichbarkeit zwischen den Bundesländern grundsätzlich. Wichtig ist uns aber, dass diese bundesweite Maßnahme kein deutschlandweites Zentralabitur darstellen wird. Eine solche Umsetzung würde allein schon an dem unermesslichen administrativen Mehraufwand scheitern. Der Aufgabenpool wie er angedacht ist, stellt für uns die beste Möglichkeit dar: Verschiedene Aufgaben in den einzelnen Bundesländern, die sich auf einem gleichen Schwierigkeitsgrad bewegen, lassen auch Eltern aufatmen und die Schülerschaft wissen, dass ihr Abitur in einem anderen Bundesland nicht mehr oder weniger wert ist! Wir unterstützen aus diesem Grund auch insbesondere den amtierenden Präsidenten der Kultusministerkonferenz Dr. Bernd Althusmann, der die Weichenstellung dieser Maßnahme in die Wege leiten will und dies auch gerade als Niedersachse unterstützen möchte. Das Ziel diesen Aufgabenpool bis 2014 etabliert zu haben ist zwar sehr ambitioniert, aber nicht unrealistisch. Es ist der richtige Weg die Bildungslandschaft in Deuschland effizienter auszugestalten, ohne die bewährte föderale Struktur zu schwächen."

Althusmann verteidigt Oberschule


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Dr. Bernd Althusmann in der Debatte mit 60 Sulern

Rund 60 Schüler diskutieren auf Landestag der Schüler Union über die neue Strukturreform

Hannover. Die Oberschule bestimmt die schulpolitische Debatte dieser Tage wie kein anderes Thema: Durch das Zusammenlegen von Haupt- und Realschulen will die niedersächsische Landesregierung ein zukunftsfähiges, langfristig zweigliedriges Schulsystem gefunden haben, um insbesondere auch eine Antwort auf den demographischen Wandel zu finden. Die Schüler Union Niedersachsen nutzte die Gelegenheit, um vor dem voraussichtlichen Beschluss der Gesetzesvorlage im März im Landtag am letzten Samstag die wichtigsten Beteiligten zu einer Diskussion im Rahmen ihres 40. Landesdelegiertentages zusammenzubringen.

Den Auftakt der konstruktiven Debatten stellte eine Podiumsdiskussion mit Eberhard Brandt, dem Landesvorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),  Gitta Franke-Zöllmer, der Landevorsitzenden des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), und Björn Försterling MdL, dem schulpolitischen Sprecher der FDP Fraktion, dar. Unter dem Titel "Bringt uns die Oberschule den Schulfrieden" besprachen die Diskutanten die Zukunftsfähigkeit des Modells "Oberschule". Dass die Oberschule durchaus ein festes Fundament für eine gemeinschaftliche Lösung der bildungspolitischen Herausforderungen sein kann, stellte Försterling heraus: "Wir als schwarz-gelbe Regierungskoalition haben unsere

Halbe Raum 150x99 Althusmann verteidigt Oberschule

Der halbe Raum

Hausaufgaben gemacht, das muss auch die Opposition einsehen." Dem entgegnete Brandt, dass auch mit der Oberschule die grundsätzliche Problematik, nämlich dass Integrierte Gesamtschulen gegenüber anderen Schulformen benachteiligt würden, nicht angegangen wird. Die Landesvorsitzende des VBE unterstrich: "Die Oberschule kann zum Erfolgsmodell werden, wenn sie denn richtig ausgestaltet wird", so Franke-Zöllmer.

Im Anschluss an diese Diskussion stand der niedersächsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann für eine längere offene Aussprache zur Oberschule zur Verfügung. Er wiederholte mehrmals, dass die Oberschule keine IGS sei, sondern vielmehr eine Weiterentwicklung der KGS und der schon vorhandenen Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen, verbunden mit integrativen Elementen. Er begründete die langfristige Ausrichtung der niedersächsischen Schulen in ein zweigliedriges System auch mit den Ergebnissen von schulpolitischen Forschungen, die belegen sollten, dass dies das Modell der Zukunft sei.

Der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Jonas Soluk (19, Pattensen bei Hannover), dazu: "Wir konnten auf unserer sehr umfangreichen Veranstaltung sehr anschaulich die Positionen der verschiedenen Parteien analysieren. Auch die Ausführungen des Kultusministers und die Möglichkeit der Aussprache waren gerade für uns als Schüler Union notwendig. Kritikpunkte an der Oberschule bleiben bei uns allerdings die Befürchtungen, dass eine faktische Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen das sehr profilierte Realschulniveau an unseren Schulen schaden könnte. Ein Leistungsabfall der dortigen Schülerschaft dürfen wir uns nicht erlauben. Ein weiterer Aspekt der nach Ansicht der Schüler Union nicht ganz beantwortet wurde ist der, warum man den jetzigen Herausforderungen, insbesondere der verheerenden Demographie, nicht mit den jetzigen Schulformen begegnen könnte. Insbesondere eine intensivere Nutzung der Kooperativen Gesamtschulen könnte hier weiterhelfen – eine neue Schulform könnte nur einen weiteren Flickenteppich verursachen. Die von Eberhard Brandt ins Spiel genannte intensivere Nutzung der Integrierten Gesamtschulen bleibt für uns keine gute Ausgestaltung – diese Schulform stellt für die Schüler Union nicht das ideale Lernmodell dar. Neben allen strukturellen Diskussionen müssen wir jedoch die Lernqualität im Auge behalten: Ohne kleinere Klassen, Sozialpädagogen und eine modernere Ausstattung unserer Schulen wird keine Schulform zum Erfolgsmodell!"

Auf den Punkt gebracht von Arkadi Jampolski, dem Kreisvorsitzenden der Osnabrücker Schüler Union hieß es: “Bei der Zusammenlegung zweier unterschiedlicher Schulformen, der Real- und der Hauptschule, bedarf es enorm viel Arbeit das Lernniveau nicht zu mindern. Dieses ist ein Ziel, welches das Kultusministerium nicht aus den Augen verlieren darf. Das ist der von allen Seiten her vernachlässigte Schülerwille!”

Schüler Union: "Redet über Bildung, nicht über Geld!"

20 09 200x300 Schüler Union: Redet über Bildung, nicht über Geld!

David Winans - Bundesvorsitzender

Am Freitag wurde im Deutschen Bundestag über den Bildungsbericht 2010 debattiert. Die Schüler Union Deutschlands nimmt besorgt zur Kenntnis, dass in solchen Debatten die Bildungsfragen zunehmend zu Kompetenzfragen gemacht werden.

Der Bundesvorsitzende der Schüler Union Deutschlands, David Winands, sagte dazu:

"Immer wieder, so auch bei der gestrigen Debatte zum Bildungsbericht 2010, wird der Ruf nach mehr Geld für Bildung laut. Jedoch muss nicht nur über mehr Investitionen in Bildung, sondern vor allem auch über die Verwendung der Gelder diskutiert werden. Es kann nicht sein, dass sich Bundesländer beitragsfreie Kindergartenjahre gönnen und gleichzeitig beklagen, sie könnten nicht die Grundversorgung der Schulen übernehmen.

Daneben fordern gerade viele Bundespolitiker mehr Kompetenzen des Bundes in Bildungsfragen. Vor dem Hintergrund, dass Bildungspolitik nah an den Schülern, Lehrern und Eltern gestaltet werden sollte, fordern wir ein Bekenntnis zur Bildungshoheit der Länder. Unabhängig davon machen wir uns allerdings für weitere verbindliche Absprachen der Länder stark und würden beispielsweise die Einführung einheitlicher Lehrpläne durch die Kultusministerkonferenz begrüßen. Schulpolitik darf aber nicht zu einem Interessen- und Machtkonflikt zwischen Bund und Ländern werden!"

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