Lehramtsstudium – Nicht nur das Abitur ist wichtig

Derzeit vermittelt das Lehramtsstudium hauptsächlich die technischen Mittel, die man braucht, um gut unterrichten zu können. Die sozialen Komponenten allerdings, die mindestens genauso wichtig sind, kommen meist zu kurz oder gar nicht erst vor. Der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen Jonas Soluk dazu: "Wir als Schüler Union sind der Meinung, dass es zum unterrichten mehr bedarf als das bloße Handwerkszeug. Lehrer sind eben auch Pädagogen, die gerade bei den unteren Jahrgangsstufen auch oft im zwischenmenschlichen Bereich fit sein müssen. Sie müssen die Schüler verstehen und auf sie eingehen können."

"Oftmals machen wir die Erfahrung, dass Lehrer vielfach einfach überfordert sind Schüler oder ganze Klassen in den Griff zu kriegen. Ein konstruktives Arbeiten ist dann nicht mehr möglich", so Landespressesprecher Sebastian Fischer. Diese Problematik liegt oft an fehlender Autorität der Lehrer. Die Schüler nehmen das in solchen Fällen leider viel zu oft dankbar an. Nicht umsonst sind Lehrer oft ausgebrannt und leer.

"Um vor und während des Studiums Lehramtsstudenten angemessen auf den Beruf des Lehrers vorzubereiten, fordern wir verbindlich psychologische Tests für angehende Lehrer. Die geistige Belastbarkeit von Lehrern muss überprüft werden, da die Studienbeginner oft auch nicht wissen, was auf sie zu kommt. Nur so können wir sicher gehen, dass der Student sich den Beruf wohl überlegt hat, und diesen auch mit all seinen wichtigen Facetten ausüben kann. Zu einer besseren Beurteilung im Vorfeld des Berufseinstiegs können auch längere und intensivere Praktika beitragen", erklärt Soluk abschließend.

Volksbegehren für gute Schulen scheitert – Schüler wollen endlich Ruhe!

Nach Hamburg hat bildungspolitische Linke nächste große Niederlage zu verzeichnen

Das "Volksbegehren für gute Schulen" in Niedersachsen ist gescheitert. Die Organisatoren des Bündnisses konnten bis zur Einreichungsfrist beim Landeswahlleiter am 02. Mai 2011 nur rund 40% der erforderlichen Unterschriften sammeln – 250.000 von den notwendigen 600.000. Mit einem großen Medienaufruhr begonnen, musste das ideologisch geprägte Grüppchen schnell erkennen, dass sich die Mehrheit nicht immer von der schreienden Minderheit instrumentalisieren lässt. Der Wunsch nach mehr Integrierten Gesamtschulen, der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren und anderen wild vermengten Forderungen wurde ausgeschlagen, eine besonnene Einkehr der Initiatoren ist jedoch leider nicht in Sicht.

Der Landesvorsitzende der Schüler Union Niedersachsen, Jonas Soluk, erklärt dazu: "Nach der Schlappe von Schwarz-Grün in Hamburg in Hinblick auf das Bestreben eines verlängerten gemeinsamen Lernen ist das niedersächsische Volksbegehren ein weiteres Beispiel eines spannenden Phänomens: Immer wieder versucht die politisch Linke in einer unangenehmen Art und Weise für ihre Ziele zu werben. In einer angeblichen Betroffenheit wird ein Anspruch auf den alleinigen Wohlwollen erhoben, eine vorgeschobene Betroffenheit soll das Erreichen ihrer Ziele erleichtern. Durch das eindrucksvolle Scheitern dieses Volksbegehrens wird ein weiteres Mal gezeigt, wie die proklamierte Meinung der Linken mit der tatsächlichen Überzeugung des Volkes divergiert. Dem Wohl der Schülerinnen und Schüler wäre mehr geholfen, wenn diese dauer-erregten Eltern ihren Kindern Nachmittags bei den Hausaufgaben helfen anstatt sinnfreie Demonstrationen zu organisieren. Die Landesregierung hat mit dem verkürzten Abitur und einer eingeschränkten Neugründung von Gesamtschulen beste Voraussetzungen für ein leistungsfähiges Schulsystem in unserem Land gelegt. Wir können uns trefflich über die Lernqualität in Niedersachsen streiten, ewige Strukturdebatten helfen jedoch keinem weiter – wir wollen endlich in Ruhe lernen!"

5 Tage, 5000 Kilometer und 5 Mikrosievert

25 Jahre nach dem Super-GAU besucht die Schüler Union das Katastrophengebiet

Die Schüler Union (SU) Niedersachsen, mit 1.000 Mitgliedern die landesweit größte politische Schülerorganisation, pflegt seit langem einen regen Austausch mit gemeinnützigen Organisationen und jugendlichen Gruppen im Ausland, um die interkulturellen Verbindungen zwischen den Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Ländern auszubauen.

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Warnschild zum kontaminierten Sperrgebiet um Tschernobyl: "Radioaktive Gefahr - Betreten und Einfahren verboten"


Im Hinblick auf die zunehmende Brisanz der Thematik rund um die Kernkraft und die Umweltrisiken dieser Energiegewinnung, entsandte der niedersächsische Landesverband der SU eine politische Delegation in die Region um Tschernobyl, um die Folgen der Katastrophe vor 25 Jahren auszumachen und mit Schülerinnen und Schülern vor Ort in Kontakt zu treten. 100.000 Menschenleben soll der Super-GAU des Reaktors in Tschernobyl gekostet haben, ganz zu schweigen von den Folgeschäden für die Bevölkerung vor Ort. Die politische Delegation stellte sich durch den Landesvorsitzenden der Schüler Union Niedersachsen, Jonas Soluk, Pascal Bothe, den Kreisvorsitzenden der SU Goslar und Vincent Fuhler, den Kreisvorsitzenden der SU Cloppenburg, dar.

Den Anfang der Reise hat die Hauptstadt der Ukraine, Kiew, ausgemacht. Die Stadt von der aus im Jahr 2004 die sogenannte „Orangene Revolution“ ausging, wurde von den SU’lern im Rahmen einer ausführlichen Stadtführung von einem einheimischen Jugendlichen besichtigt. Nach konstruktiven Gesprächen mit einheimischen Schülerinnen und Schülern und einer Diskussion über die wechselnde Ost/ West Positionierung der eigenen Regierung ging es für die Mitglieder der SU weiter nach Gomel, der zweitgrößten Stadt von Weißrussland, nahe der ukrainischen Grenze und des Reaktors von Tschernobyl.

In der Region um Gomel werden die Folgen des Reaktorunglücks besonders sichtbar: In den ersten Wochen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zogen kontaminierte Partikel durch Wolken und Wind gen Norden in Richtung Weißrussland. Das Abregnen dieser verseuchten Teilchen verursachte eine enorme Strahlenbelastung in der Stadt mit rund 500.000 Einwohnern und seiner Region. Im Nachhinein gilt der Distrikt um Gomel in Belarus als eine der am stärksten kontaminierten Gebiete.
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Ein Besuch dieser Stadt und der Region um Gomel stellte für die Teilnehmer der Delegation eine wahre Herausforderung dar. Zum einen besuchten die Jugendlichen mit einer Ausnahmegenehmigung der weißrussischen Provinzverwaltung ein besonders stark kontaminiertes Sperrgebiet in der Nähe von Gomel. Verlassene Dörfer und eine totenstille in der Gegend erschaffen eine gespenstische Atmosphäre. Nur einige wenige alte Leute weigerten sich dem Aufruf der Regierung zu folgen und das verstrahlte Gebiet zu verlassen. „Ich wohne hier seit Jahrzehnten und bin nun 82 Jahre alt, wo soll ich denn hingehen? Der Staat sorgt sich doch um nichts“, merkte eine Dame an, die allein in einer der wenigen zerfallenen Hütten des Sperrgebietes lebt.

Obwohl die direkte Strahlung der Umgebung in den Jahren nach der Katastrophe enorm nachgelassen hat ist das Leid der Menschen unübersehbar: Neben der unfassbaren Armut der weißrussischen Menschen die unter der Willkürherrschaft einer grausamen Diktatur zu leben haben, kommt die schon frühere Aufnahme von radioaktiven Material hinzu, die zu signifikant erhöhten Krebsraten geführt haben. „Kaum ein Kind wird hier mit einer völlig intakten Schilddrüse geboren“, sagte ein praktizierender Arzt den SU’lern vor Ort in Gomel.

Wie man den Menschen vor Ort helfen kann zeigt ein gemeinnütziger Verein aus Aschendorf: Mit Hilfe von privaten Spenden helfen die Niedersachsen seit Jahren vor Ort, um das Land aufzubauen und das Leben erträglicher zu gestalten. Der „Kultur- und Förderverein der Region Tschernobyl/Gomel e.V.“ betreut seit 2001 gemeinnützige Projekte in und um Gomel und zeigte den Jugendlichen wie es gleichaltrigen in Weißrussland ergeht. Als ein sehr bewegendes Beispiel kann ein Kindersanatorium in der Kernstadt genannt werden. Die Einrichtung in der Kinder und Jugendliche von drei bis 20 Jahren sich über einige Wochen erholen sollen ist heruntergekommen und in einem desolaten Zustand. Schimmelpilz an den Wänden, zerborstene Armaturen im Bad und notdürftig zusammengezimmerte Betten erinnern eher an ein Arbeitslager als an ein Kindersanatorium. Benno Freitag, der Vorsitzende des Fördervereins erläuterte die Situation: „Wir werden für eine grundlegende Sanierung wohl 250.000 Euro benötigen, einige Spender haben sich schon gefunden. Wenn man bedenkt, dass die Jugendlichen hier Urlaub machen sollen, welchen sie aufgrund der gesundheitlichen Belastung hier vor Ort auch dringend benötigen, kann man nur auf eine Besserung der Situation hoffen. Der weißrussische Staat allerdings versagt jede Hilfe.“

Neben den katastrophalen Zuständen in dem Erholungsheim für Kinder waren insbesondere auch die Gespräche mit den Menschen vor Ort beeindruckend. „Ihre Aufrichtigkeit und ihre positive Einstellung hat uns am meisten begeistert“, erklärte Jonas Soluk. Ein trauriger Rekord der Umgebung um Gomel stellt die hohe Anzahl der behinderten Neugeborenen dar. Neben den schwersten körperlichen Beeinträchtigungen sind auch die hohen Belastungen der Eltern zu sehen. Viele fühlen sich überfordert und nehmen ihr Kind erst gar nicht aus dem Krankenhaus mit – sie enden in einer Verwahrlosung des örtlichen Kinderheims. Auf die Anfrage eines Besuches dieser Einrichtung wird westlichen Menschen gleich eine Absage erteilt. „Wenn ihr diese Zustände in den hiesigen Heimen gesehen habt, werdet ihr keinen Tag eures Lebens mehr ruhig schlafen können“, erläuterte uns ein Mitarbeiter eines humanitären Fonds vor Ort die Lage.

Die Delegation der Schüler Union zeigte sich tief beeindruckt von dem Elend der Menschen, aber auch von dem Willen so vieler Leute etwas zu ändern. Aus diesem Grund entschloss sich die Schüler Union mit der Initiative „Schüler helfen Tschernobyl“ ein Projekt ins Leben zu rufen, welches den gemeinnützigen Organisationen in Gomel bei ihrer so wichtigen Arbeit Unterstützung geben soll. Weitere Informationen zu dem Projekt können unter www.schueler-helfen-tschernobyl.de abgerufen werden.

Die Auslandsdelegation beendete ihren Aufenthalt mit dem Gespräch in Gomel mit einer christlichen Jugendgruppe und einem Austausch über die dortige Situation. Auch hier wechselten sich die Zukunftsangst und die Hoffnung über eine Besserung der Situation ab. Nach einem Kurzaufenthalt in Moskau reisten die Mitglieder der Schüler Union wieder nach Deutschland mit dem Ziel, das Schicksal der Menschen um Gomel weiterzutragen und andere zu einer Mithilfe zu bewegen.

"Die Unionsparteien – Bildungsarchitekten der Zukunft?"

11.04.2011
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39. Bundesschülertagung vom 07. bis zum 08. Mai 2011 in Frankfurt am Main

 

Liebe Mitglieder und Freunde der Schüler Union Deutschlands,

ganz herzlich möchten wir Euch zur 39. Bundesschülertagung, dem höchsten beschlussfassenden Gremium der bundesweit mitgliederstärksten Schülerorganisation, einladen. Über 250 Delegierte und Gäste kommen vom 07. bis zum 08. Mai 2011 in Frankfurt am Main zusammen, um zum Schuljahresende einen neuen Bundesvorstand zu wählen und inhaltliche Beratungen zu führen. Unter dem Motto "Die Unionsparteien – Bildungsarchitekten der Zukunft?!" fragen wir gewohnt provokant, aber konstruktiv, wie CDU und CSU mit der Schulpolitik Wahlen gewinnen können. Als Hauptreferenten konnten wir Ministerpräsident Volker Bouffier, MdL und Bundesminister Dr. Norbert Röttgen, MdB gewinnen.

Ihr möchtet an der Bundesschülertagung teilnehmen und mit vielen anderen gleichgesinnten Schülern aus ganz Deutschland zwei Tage lang diskutieren und abends die Erfolge feiern? Einfach eine Mail an info@schueler-union.de senden und wir schicken Euch alle weiteren Informationen!
Wir freuen uns auf Euch!

Euer Bundesvorstand

 

Downloads:

Einladung zur 39. Bundesschülertagung

Leitantrag "Die Unionsparteien – Bildungsarchitekten der Zukunft?!"

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