Beschlüsse der SU Niedersachsen
Grundsatzprogramm
Grundsatzprogramm
Beschlossen vom 34. Landesdelegiertentag der Schüler Union Niedersachsen in Göttingen am 18./19. Juni 2005
arstufe und darüber hinaus für den Erfolg im Berufsleben. Kinder können sich viel einfacher fundamentale Arbeitstechniken und Unterrichtsinhalte aneignen als Erwachsene. Ziel von Kindergärten und Grundschulen muss es daher sein, allen Kindern unabhängig von ihren frühkindlichen Erfahrungen eine solide Grundlage für spätere Lernerfolge zu schaffen. … die Begabungen respektieren und individuell fördern Schule muss die individuellen Stärken und Schwächen von Schülerinnen und Schülern respektieren, jedoch muss sie uns auch zu einer Verbesserung unserer Fähigkeiten motivieren. Aus diesem Grund treten wir als Schüler Union Niedersachsen für ein gegliedertes Schulsystem ein, das die Vielfalt von Neigungen und Begabungen berücksichtigt und den Wechsel zwischen verschiedenen Bildungsgängen ermöglicht. Damit aus einer Gliederung nach Fähigkeiten und Förderungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler nicht eine Unterteilung nach der Qualität des Unterrichtes entsteht, müssen die unterschiedlichen Schulformen eigenständige Profile entwickeln: Die Hauptschule vermittelt ihren Schülerinnen und Schülern eine grundlegende Allgemeinbildung und diejenigen Kompetenzen, die für einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben notwendig sind. Sprachliches, mathematisches und naturwissenschaftliches Grundwissen machen fit für die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule und ermöglichen ein selbstständiges, aktives Leben. Entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren persönlichen Interessen gibt die Hauptschule ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit sich beruflich individuell zu orientieren, fördert auch ihre handwerklichen Fähigkeiten und befähigt sie, ihren Bildungsweg nach Maßgabe der Abschlüsse fortzusetzen. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Hauptschule neben Eltern und Familie die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Entwicklung zu sozial kompetenten und engagierten Menschen zu begleiten und zustärken. Die Realschule vermittelt ihren Schülerinnen und Schülern eine erweiterte Allgemeinbildung, die sich an lebensnahen Sachverhalten ausrichtet sowie zu deren vertieftem Verständnis führt. Gemäß ihrer Leistungsfähigkeit und ihren persönlichen Interessen ermöglicht die Realschule ihren Schülerinnen und Schülern eine individuelle Schwerpunktbildung, zum Beispiel im naturwissenschaftlichen Bereich oder durch das Angebot zum Erlernen einer zweiten Fremdsprache. Sie qualifiziert junge Menschen für eine anspruchsvolle Ausbildung und befähigt sie nach dem Realschulabschluss auf ein weiterführendes Gymnasium zu wechseln. Die Realschule 3 hat dabei wie jede Schule die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen, selbstständigen Menschen zu begleiten. Das Gymnasium vermittelt Schülerinnen und Schülern eine breite und vertiefte Allgemeinbildung und eröffnet ihnen die Möglichkeit sich entsprechend ihrer eigenen Talente weiterzuentwickeln. Außerdem fördert es die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der jungen Menschen. Damit werden die Schülerinnen und Schüler auf eine anspruchsvolle Ausbildung oder ein akademisches Studium vorbereitet. Es muss daneben auch das Ziel des Gymnasiums sein, individuelle Fähigkeiten zu fördern und sich um die Herausbildung mitmenschlicher Verhaltensweisen und Einstellungen bei den Schülerinnen und Schülern zu bemühen. Das Schulleben muss so gestaltet sein, dass die Jugendlichen in der Lage sind, sich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen und ihr Engagement in Sport, Kultur und Politik gefördert wird. Etwa zwei Drittel aller Jugendlichen in Deutschland qualifizieren sich im dualen System der Berufsausbildung. Es ist dringend erforderlich, dass genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Eine Ausbildung ist die Grundlage für ein selbstständiges Leben. Die zunehmende Globalisierung sowie der Strukturwandel in unser Wirtschaft und Gesellschaft verlangen, dass die Ausbildungsordnungen bestehender Berufe immer auf den neuesten Stand gebracht werden und neue Ausbildungsberufe geschaffen werden können. Die Ausbildung im Betrieb muss durch überbetriebliche Lehrgänge und zusätzliche Qualifikationsangebote unterstützt werden. Während der Berufsausbildung muss die finanzielle Ausstattung sichergestellt sein, damit der Auszubildende ohne Existenzängste einen Abschluss erlangen kann. … die eigenverantwortlich arbeiten und sich einem ständigen Evaluationsprozess stellen Wir begrüßen die Einführung der Eigenverantwortlichkeit von Schulen. Dadurch erwarten wir, dass unsere Schülerinnen und Schüler individueller gefördert werden können und somit die Qualität an Niedersachsens Schulen erhöht wird. Die Erweiterung der Gestaltungsspielräume der Schulen muss beinhalten, dass alle an Schule beteiligten Gruppen stärker in die Entscheidungen eingebunden werden. Der Schülervertretung muss ein größeres Mitgestaltungsrecht eingeräumt werden, um somit eine höhere Lern- und Lebensqualität in Schulen schaffen zu können. Um die Qualität an den eigenverantwortlichen Schulen gewährleisten zu können und gegebenenfalls Schwächen aufzeigen zu können, ist es erforderlich, dass die Einführung der eigenverantwortlichen Schulen von der Einführung der Schulinspektionen begleitet wird. Aufgabe der Schulinspektoren muss somit eine Evaluation aller Schulen sein. Darüber hinaus empfehlen wir, dass jede Schule ein schulinternes eigenes Evaluationsprogramm entwickelt und somit in der Lage ist, die Qualität ihrer Arbeit selbst überprüfen zu können. 4 2.2) Wir wünschen uns einen Unterricht, … der uns fit für ein erfolgreiches Berufsleben macht Notwendige Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben sind – abhängig von Schulform und angestrebtem Beruf – Schlüsselqualifikationen wie selbstständiges, eigenverantwortliches Arbeiten, Organisationsvermögen, rhetorische Kenntnisse und Erfahrungen mit „Teamwork“. Diese Fähigkeiten müssen neben der reinen Wissensvermittlung ebenfalls bereits in der Schule trainiert werden. … der der Entwicklung Europas und der Internationalisierung Rechnung trägt Zahlreiche Unternehmen sind heute im zusammenwachsenden Europa und darüber hinaus auf einem internationalen Markt tätig. Schulen müssen daher ihre Schülerinnen und Schüler noch deutlicher als bisher auf einen Beruf im internationalen Umfeld vorbereiten. Wir fordern daher die Landesregierung auf bei der Gestaltung der Lehrpläne der Internationalisierung Rechnung zu tragen. Nicht nur Wissen über die verschiedenen Kulturen, sondern auch Fremdsprachenkenntnisse tragen zu besseren Arbeitsmarktchancen in einer globalisierten Welt bei. Zugleich fördern sie Toleranz gegenüber Menschen aus anderen Teilen der Welt und tragen somit ebenfalls zur Persönlichkeitsentwicklung bei. … der der Medienerziehung einen besonderen Stellenwert beimisst Wir treten für die Einführung medienkundlicher und medienpraktischer Unterrichtsinhalte an den Schulen ein. Zu einem wirksamen Jugendschutz gehört eine qualifizierte Medienerziehung bereits vom frühen Alter an. Ziel muss es sein, dass die Schülerinnen und Schüler den eigenverantwortlichen Umgang mit den Medien erlernen, ihre positiven Impulse nutzen können und für den zunehmenden politischen und gesellschaftlichen Einfluss der Medien sensibilisiert werden. … der einen Einblick in Wirtschaftswissenschaften gibt Die Vermittlung ökonomischer Kenntnisse wird noch immer in der Schule vernachlässigt. Gerade dieses ökonomische Wissen ist aber notwendig um einerseits auf dem internationalen Arbeitsmarkt Erfolg zu haben und andererseits auch die Globalisierung nachzuvollziehen und ihre Entwicklung politisch bewerten zu können. Wir setzen uns daher für ein größeres Gewicht der Wirtschaftswissenschaften an unseren Schulen ein. 2.3) Wir wünschen uns materielle und personelle Voraussetzungen … die trotz Sparzwängen des Landes und der Kommunen den Aufbau von Qualitätsschulen ermöglichen Für die Qualität des Schulunterrichtes ist auch die finanzielle Ausstattung der Schulen entscheidend. Hierbei kommt dem Land, aber auch den einzelnen Komm
unen eine besondere Verantwortung zu. Wenngleich viele öffentliche Haushalte sich in einer schwierigen Situation befinden, müssen die Schulträger wie auch das Land eine ausreichende materielle wie personelle Ausstattung der Schulen sicherstellen. Dennoch dürfen auch angemessene finanzielle Ausgaben nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie allein kein Indikator für Unterrichtsqualität sind und damit eine Debatte über Unterrichtsinhalte nicht überflüssig machen. 5 2.4) Wir wünschen uns eine Schulkultur… … die demokratisches Engagement fördert und Mitbestimmung zulässt Aus unserem Demokratieverständnis ergibt sich, dass Schülerinnen und Schülern möglichst weitgehende Mitwirkungsmöglichkeiten zuteil werden, um Identifikation und Engagement mit und für die Schule zu stärken. Reformen der Entscheidungsprozesse in Schulen sowie der Schülervertretung auf Landesebene müssen daher angemessene Mitwirkungsmöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern sicherstellen. 6 … die zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt Die Erlebnisse der Schulzeit beeinflussen die Wertevorstellungen von Schülerinnen und Schülern und prägen ihr Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen. Dabei ist es für eine Gesellschaft besonders wichtig, dass Kinder und Jugendliche bereits in der Schule erfahren, wie bedeutend Mitmenschlichkeit und Toleranz, Verantwortungsbereitschaft für sich selbst und andere, Rücksichtnahme und Gemeinschaftssinn sowie eine Sensibilisierung für Umweltprobleme bzw. ein schonender Umgang mit Dingen und Einrichtungen für ein gutes Zusammenleben in einer Gesellschaft sind. Damit kommt den Schulen und somit Schulträgern und Lehrern eine große Verantwortung zu, begleiten sie doch nicht nur den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler, sondern sind vielmehr neben dem Elternhaus auch für ihre Persönlichkeitsentwicklung mitverantwortlich. 7
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Thesenpapiere
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Niedersachsens Schülerinnen und Schüler im internationalen Wettbewerb
Beschluss des Landesausschuss der Schüler Union Niedersachsen in Osnabrück vom 27. Februar 2005
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Schule ist mehr!
Beschluss des Landesausschuss der Schüler Union Niedersachsen in Hannover vom 25. September 2004
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Entscheidungsfreiheit für Niedersachsens Schüler! Für einen fairen Wettbewerb der Schulen.
Beschluss des Landesdelegiertentags der Schüler Union Niedersachsen in Hannover vom 19./20. Juni 2004
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Unsere Thesen zur Schulreform in Niedersachsen
Beschluss des Landesausschuss der Schüler Union Niedersachsen in Göttingen vom 30. November 2003
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Schüler an die Macht: Strukturreform der SV
Beschluss des Landesausschuss der Schüler Union Niedersachsen in Inzmühlen vom 9. März 2003
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Wirtschaftslehre in der Schule
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Bildung – damit wir fit für’s Leben sind
Beschluss des Landesausschuss der Schüler Union Niedersachsen vom 30. November 1997
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Statt mit der Faust mit dem Kopf
Beschluss des Landesausschuss der Schüler Union Niedersachsen in Oldenburg vom 20. April 1997
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Aufstehen statt Aussitzen
Beschluss des 23. Landesdelegiertentags der Schüler Union Niedersachsen in Osnabrück vom 29. Mai 1994


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